Solange die Pizza Basilikum drauf hat, ist sie gesund! Oder doch nicht? – Wie gesunde Ernährung aussieht. 
was ist ernährung

„Ob ich jetzt Pommes oder Kartoffeln esse, das ist doch völlig gleichgültig! Schließlich werden Pommes aus Kartoffeln gemacht!“ Demnach ist Schokolade wohl auch gesundheitszuträglich, denn die wird ja bekanntlich aus Kakaobohnen gemacht und die wachsen wiederum auf Bäumen – müssen also gesund sein. Oder doch nicht? Wer gesund werden oder gesund bleiben will, für den ist eine gesunde Ernährung unabdingbar. Doch was ist Ernährung überhaupt? Welche ist die beste Ernährung und welche die gesündeste? Und macht das überhaupt einen Unterschied?

Was ist Ernährung?

Unter Ernährung verstehen wir zunächst einmal nur die übliche Nahrungszufuhr und dabei soll es im Folgenden auch bleiben. Alle Lebensmittel, die man seinem Körper zuführt und die einen Verdauungsprozess durchlaufen, ernähren den Körper. So ist bei der Frage: „Was ist Ernährung?“ die Antwort zum Teil schon enthalten – sie ist gewissermaßen eine Fangfrage -, denn in dem Wort „Ernährung“ stecken bereits Worte wie „nahrhaft“ oder „nährend“ drin. Sinnvollerweise nährt man seinen Körper mit Lebensmitteln, die tatsächlich nahrhaft sind, d. h. ihm genau das zu geben, was er braucht und nicht Produkte, die ihm gesundheitlich zusetzen. Die Frage nach dem:„Was ist Ernährung?“ wäre also geklärt. Doch was ist Ernährung, die gesund macht?

Wie sieht sie aus, die gesündeste Ernährung?

Es gibt eine ganze Reihe von Diätformen, die für sich beanspruchen, die gesündeste Ernährung zu sein. Darunter fallen z. B. die 5-Elemente-Diät, die metabolische Diät, die Trennkost-Diät und auch die vegane Ernährung macht sich in immer weiteren Teilen Deutschlands breit. Bevor man sich auf eine dieser Diätformen stürzt, sollte man jedoch zunächst selbst seinen Kopf anstrengen und überlegen, welche von diesen Ernährungsformen denn tatsächlich die gesündeste sein kann. Dabei gilt es,möglichst objektiv zu bleiben. Die wohl wichtigste Frage, die man sich stellen muss, um herauszufinden, ob bestimmte Lebensmittel gesund sind, ist: „Wäre genau dieses Produkt erhältlich, wenn es keine Lebensmittelindustrie gäbe?“

Wie müssen Lebensmittel beschaffen sein, um als gesund zu gelten?

Das A und O für eine gesunde Ernährung – ganz gleich, ob es sich nun um eine metabolische Diät oder um vegane Ernährung handelt – ist, dass die Lebensmittel unbehandelt sein müssen. Eine Fertiglasagne aus der Tiefkühlabteilung mag ja Tomaten, Hackfleisch, Basilikum usw. auf der Verpackung abgebildet haben, was jedoch nicht zu sehen ist sind künstliche Zusatzstoffe wie:

  • Konservierungsstoffe zur längeren Haltbarkeit;
  • Farbstoffe für ein schöneres Aussehen;
  • Geschmacksverstärker für einen vermeintlich intensiveren Geschmack und
  • Süßungsmittel statt natürlichem, unraffiniertem Rohrzucker.

Als gesündeste Ernährung kann man das nun wirklich nicht bezeichnen. Deshalb gilt es, im Supermarkt Ausschau zu halten nach unbehandelten und „reinen“ Produkten. Fündig wird man dann natürlich in der Obst- und Gemüseabteilung. Auch Bio-Geschäfte handeln überwiegend mit unbehandelten Lebensmitteln. Doch auch Produkte, die auf den ersten Blick gar nicht unbehandelt erscheinen, sind es.Gemüse aus der TK-Abteilung ist oftmals z. B. viel gesünder, als welches aus der Gemüseabteilung. Grund dafür ist, dass es nach der Ernte sofort schockgefrostet wird und dadurch – anders als bei den Lebensmitteln, die lange Transportwege auf sich nehmen müssen -, nichts an wichtigen Nährstoffen verloren geht. Aber nun mal Butter bei die Fische: Ist die gesündeste Ernährung auch gleich die beste Ernährung?

Die beste Ernährung von allen …

… ist die vielseitige Ernährung. Das heißt nicht, dass eine Packung Snickers pro Tag in Ordnung geht, wenn man dafür auch zwei Scheiben Vollkornbrot isst. Auch zwei Schaumküsse pro Bio-Dinkelbrötchen sind nicht Sinn und Zweck einer gesunden Ernährung. Zwar ist absolute Enthaltsamkeit auch nicht die Lösung, die beste Ernährung sollte aber dennoch den Vorrang haben. Wie es bei so vielem ist, so gilt auch für die beste Ernährung: Die Mischung macht’s (und die Menge).